Donnerstag, 12. Oktober 2017

[Rezension] Invisible Ink (Huch)

Kurz bevor es in den Urlaub ging, habe ich mit der Koblenzer Spieltruppe und meiner Familie noch schnell Invisible Ink gespielt, das mir kurz zuvor aus dem Hause Huch ins Haus geflattert kam...

Das Cover - (Co) Huch
Verlag: Huch (Cranio Creations)
Autor: Martin Nedergaard Andersen
Illustrator: ---
Preis: ca. 30 Euro

Alter: 10+
Spieler: 3-6
Dauer: 20-30 min
Genre: Party, Zeichnen
BGG-Ranking: noch nicht erfasst

Aufmachung
Sechs Agentenbrillen, ein gelber Textmarker in Lippenstiftformat, eine Eieruhr, Punktechips und etliche Begriffskarten in zwei Schwierigkeitsgraden - fertig ist das Agentenspiel...

Spiel
Die Regeln sind denkbar einfach. Reihum muss ein Spieler einen oder zwei Begriffe auf ein Blatt Papier zeichnen und die anderen müssen erraten was gezeichnet wird. Gelingt das innerhalb der Eieruhrzeit (Gibt es das Wort?), so erhalten Zeichnender und Ratender für den ersten Begriff je 1 Wort, für den zweiten Begriff je 2 Punkte.
Der Clou an der Sache ist allerdings, dass vor dem Zeichnen gewürfelt wird woraufhin sich drei Konstellationen ergeben:
- der Zeichnende zieht eine Brille auf und sieht nix
- die Ratenden ziehen Brillen auf und sehen nix
- alle setzen Brillen auf - keine Sau sieht etwas 

Ganz grob sind das auch schon die kompletten Regeln - zumindest des Einsteigerspiels.In der Profi-Variante gibt es dann ein Wort, das nicht genannt werden darf. Auch ne schicke Variante, mir gefällt die Basis-Variante allerdings besser, da sie irgendwie unbeschwerter ist.

Wie bei vielen vergleichbaren Partyspielen ist im Endeffekt ziemlich schnurz, wer die meisten Punkte hat - der Spaß beim Zeichnen und Raten steht ganz klar im Vordergrund.

Witzigerweise hat das Spiel etwas mit dem von mir sehr geschätzten Codenames gemeinsam. Beide haben ein Agententhema und bei beiden finde ich das völlig überflüssig. Ein gutes Zeichen für einen künftigen Spiel des Jahres-Titel?

Witzigerweise 2: In unserer Spielrunde haben wir einen Profi-Illustrator - ich hoffe, Bernd verzeiht mir, wenn ich das hier erwähne, aber künstlerisches Talent bedeutet bei diesem Spiel keinen Vorteil, denn sowohl mit den Spieleprofis als auch mit meiner Familie habe ich die Runden gewonnen ö- und bei mir sehen selbst Strichmännchen unterirdisch schlecht aus.

Fazit
Invisible Ink ist ein wirklich schönes Partyspiel für alle jene, die glauben im Bereich "Montagsmaler" schon alles gesehen zu haben. Die Regeln sind einfacher als einfach und obwohl das Spiel keinen ganzen Abend von Kennerspielern trägt, ist es als Absacker oder über Silvester mit der Familie ein wirklich gutes Spiel.
Seien wir ehrlich - das Thema hätte man sich sparen können, das ist echt mit dem Granatwerfer draufgeballert, aber es stört auch nicht. Also alles okay.

Bewertung
3,5 von 5 blinde Kritzeleien

Achtung! Mir wurde eine Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

[SPIEL] Die Boardgamegeek Must have-Liste nähert sich den 1000 Spielen...

Verdammte Axt, sind da sind alleien schon auf der Must have-Liste viele tolle Sachen drauf, aber scrollt euch ruhig selber nen Wolf...

Must have-Liste

Mein Scrollen ergab, dass ich auf echt viele Spiele echt heiß bin. Wahllos gescrollt sind das...


3500°C (Schmelzpunkt von Kohlenstoff)
Exit: Das Spiel - Das Haus der Rätsel (Die drei ???) - Exit plus drei Fragezeichen. Muss!
Brettspiel Adventskalender 2017- Seit 2015 eine Institution!
Imhotep; Eine neue Dynastie - Neuer Kram zu Imhotep kann gar nicht schlecht sein!

2150°C (Hafnium)
Clans of Caledonia - Hört sich nach nem Schotten-Terra Mystica an. Bin dabei!
Cacao: Diamante - Cacao-Erweiterungen gehen absolut immer. Word.
Fabelsaft: Die Limetten-Erweiterung - Ja, ne Fabelsaft-Erweiterung halt
Port Royal: Das Abenteuer beginnt - Story-Modus für Port Royal hört sich super an.
Festung - Scheint mir von allen das mir genehmste Fabel-Spiel zu sein.
Dinosaur Island - Das. Sieht. Einfach. Nur. Cool. Aus!
Die Legenden von Andor: Die Bonus Box - Mehr Andor! Mehr Andor! Mehr Andor!

1522°C (Erbium)
Charterstone - Kompetitives Legacy-Spiel? Her damit, Alder!
Funkenschlag: Fabel-Erweiterung - Ach, man kann einfach alles "verfabeln".
The Networks - Da weiß ich mal rein nix drüber, aber die Optik spricht mich an.

824°C (Ytterbium)
Noria - Mal schauen, ob der coole Mechanismus ein irgendwie mäßig spannendes Setting rausreißt.
Flucht - Fabel-Kram kann man nie genug haben, dieses scheint am wenigsten sexy zu sein.
Otys - Hat großes Potential, aber irgendwie reißt es die Optik fast in den Keller.
Die Gefährten des Marco Polo - Marco Polo mag ich. Die Erweiterung leg ich mir sicher zu.

30°C (Gallium)
Gaia Project - Ich liebe Terra Mystica, kann aber gerade gar nicht auf SciFi.
Agra - Herrje, das sieht ja schon unfassbar langweilig aus!

-272°C (Helium)
Queendomino - Mööööp. Ich fand Kingdomino schon unglaublich fad.
Terraforming Mars: Venus next - Wenigstens eine Hype, den ich nicht mitmachen muss!




... und falls ihr daran überhaupt nicht ablesen könnt was ich für ein Spielertyp bin: Absolut. Ich bin da recht wenig festgelegt und spiele alles, was nicht bei 3 auffem Baum ist. 
Außerdem wundere ich mich gerade selber wie viele Erweiterungen da drauf sind. Auf die stehe ich eigentlich nicht so sehr. 

Was knackt bei euch die 3500°C-Marke? 

Mittwoch, 11. Oktober 2017

[Podcast] So you wanna go to Germany





Na, wenn DAS mal nicht ein wirklich themenspezifischer Podcast ist, weiß ich es auch nicht - habe mir heute morgen beim Gassi die drei bisher existierenden Folgen angehört und immer kurz mitnotiert, damit ich mich für diesen Artikel an möglichst viel erinneren kann.



Benjamin (Portal Games) und Matthias (Frosted Games) sind zwei gerade im Internet sehr gut vernetzte Jungs aus der Industrie, die in diesem englischsprachigen Podcast ausländischen Verlagen Tipps geben was zu beachten ist, wenn man seine Spiele auf den deutschen Markt bringen will.

Die Länge 

Ich werde nichts (okay, fast nichts) zur Sprache sagen, aber ich wette die beiden werden gerade im englischsprachigen Markt mit einem Exotenbonus punkten wie die Scorpions oder der amerikanische Austauschstudent in der Kneipe in Neuwied, der alle Bräute abgreift - nicht, weil er so ein toller Hecht ist, sondern weil er einen so putzigen Akzent hat.

Wo ich das aus dem System habe kann ich ja auf den Inhalt eingehen. 

In Folge 0 stellen die beiden sich kurz vor und schildern das Anliegen ihres Podcasts. Wie gesagt geht es darum, welche Probleme sich für ausländische Verlage ergeben, wenn sie den deutschen Markt im Sturm erobern wollen. Neben einem Einblick hinter die Kulissen der deutschen Spieleszene erhoffe ich mir hier auch, dass einige der Tipps auch hilfreich sind, wenn man - egal von wo aus - ein Spiel bei einem Verlag unterbringen will. Schaun mer mal.

Folge 1 befasst sich mit dem Vertrieb, der grundsätzlich anders funktioniert, als beispielsweise in den USA, wo es eine Handvoll großere Vertriebe gibt, die die Spiele in die Läden bringen.
Hier weisen sie 3 Möglichkeiten auf, wie man seine Spiele in Deutschland verkaufen kann:

1. Via Direktvertrieb im eigenen Onlineshop. Da bleibt am meisten hängen, aber die Reichweite ist vergleichsweise gering. 

2. Mit Vertriebspartner - da kommen aber in D tatsächlich nur Asmodée, Pegasus und Hutter (in Folge 2 wird noch ADC Blackfire nachgereicht) in Frage. Auch hier muss man wissen, dass einem ordentlich Prozente abgehen, da der Vertriebspartner sich auch um Werbung, Rezi-Exemplare... kümmert und man sich darauf verlassen muss, dass er genau weiß was er tut, in welche Vertriebskanäle er die Spiele jagt und so weiter.

3. Einzelspiele bei einem der zahlreichen deutschen Verlage unterbringen. Und da habe ich echt mit amerikanischen Partnern so meine Erfahrungen gemacht. Die Jungs tun sich immer sehr schwer, etwas an ihrem Spiel zu ändern, da es schon die für die ganze Welt perfekte passende Version ist. Daher warnen die beiden klugerweise schon vor, dass die Spiele oft nicht schlicht übersetzt, sondern lokalisiert werden. Auch die Erwartungen an gigantische Verkäufe werden gebremst und auf Printruns von 2000 bis 5000 Spiele hingewiesen, da der Markt zwar groß ist, aber auch extrem hart umkämpft und mit vielen Teilnehmern.
Auch auf rechtliche Dinge wie die VAT-Nummer wird hingewiesen. Respekt. Das ist echt ein guter Service. Ich muss Herrn Darkpact mal fragen wie die Clickzahlen im Ausland so liegen...

In Episode 2 besprechen die beiden die Läden, in die man versucht, seine Spiele zu bringen.

1. Der Massenmarkt (Karstadt, Müller...). Hier stehen Gespräche mit hartnäckigen Einkäufern an. Als ausländischer Verleger hat man da kaum eine Chance seine Spiele unterzubringen und man sollte jemanden finden, der schon Connections in diesem Bereich hat. Selbst auf Probleme wie die richtige Schachtelgröße wird hingewiesen, auf die WKZ. Fazit: Ohne deutschen Partner, der die Möglichkeiten hat, das Spiel dort unterzbringen - vergiss es!

2. Spielwarenläden (Vedes, Idee&Spiel - mit Abstrichen Buchläden wie Hugendubel, Thalia...). Auch in diesem immer kleiner werdenden Bereich ist es besser, einen deutschen Partner zu haben, der das Spiel dort unterbringt Diese Läden bestellen auch direkt bei vielen deutschen Verlagen - aber auch nur bei deutschen.
Für die beiden ersten Arten von Läden gilt vor allem, dass Spiele auf Kommission ins Programm genommen werden und die Läden das Recht haben, nicht verkaufte Spiele zurückzugeben.

3. Hobbyläden (auch online): Es ist zu beachten, dass der Hobbymarkt viel kleiner ist als in den USA. Es gibt etwa um die 150-200 Läden (wie ich durch meine Erfahrungen mit dem Gratisrollenspieltag bestätigen kann), die meist aus Rollenspielläden entstanden sind, die später ihr Geld mit Sammelkartenspielen verdienten, die mittlerweile auch Brettspiele führen. Speziell über die großen Vertriebspartner aus der ersten Folge kann man hier sehr gut seine Spiele unterbringen, aber die Verkäufe werden nicht gerade dem entsprechen, was man von amerikanischen Läden her gewohnt ist.
Hier ist auf jeden Fall ein guter Türöffner, sein Spiel in den Hobbyläden oder den Online-Stores unterzubringen - idealerweise in einer deutschen Fassung, zur Not aber auch auf Englisch. Gerade zum Ausloten, ob es sich lohnt, größere Anstrengungen zu unternehmen, ist dieser Weg ideal.

... freue mich auf weitere Folgen - die nächste wird sich mit den Preisen von Spielen beschäftigen. Mal sehen, ob sich da auch wieder 3 Überpunkte finden lassen... Haut rein!

Dienstag, 10. Oktober 2017

[Umfrage] Warum gehst du zur SPIEL?

... oder fährst, fliegst oder radelst. Mir doch egal.

Mich interessieren eure Beweggründe. Bei mir liegen eine Vielzahl an Gründen vor, aber wenn ich mich für lediglich eine Antwort entscheiden muss (was der fiese Umfragenersteller so eingestellt hat), dann sind es ganz klar die sozialen Kontakte. Bei der SPIEL, aber noch mehr bei der RPC oder den kleineren Rollenspiel-Conventions komme ich oft gar nicht dazu, irgendetwas zu machen, da ich alleine schon bei meiner Orientierungsrunde so viele interessante Leute treffe, dass ich kaum vom Fleck komme.

Wie sieht das bei euch aus?

Die Umfrage rechts oben im Blog läuft bis zum 31.10, 23:59 Uhr.

Montag, 9. Oktober 2017

[SPIEL] Die Hallenpläne sind online

Das Logo - (Co) Ulrich Merz Verlag
Seit just eben sind die Hallenpläne der SPIEL 2017 in Essen online. Ich werde sie mir nachher mal in Ruhe ansehen und eine grobe Route planen, wenn ich werde wohl in diesme Jahr nur einen Tag lang da sein - da heißt es: Ressourcen schonen.


Wie immer werde ich wohl viel Zeit in der Halle mit vorwiegend Rollenspielverlagen verbringen - das sollte die 6 sein mit ein paar großen Fischen in Halle 2.

Dazu muss es wohl auch hierhin gehen, um alte Buddies zu treffen und bisherigen Internetbekanntschaften mal ins reale Gesicht zu sehen...:

1B136 - Krimsus Krimskramskiste
1D122 - Bretterwisser / Edition Spielwiese / Frosted Games
1F133 - dlp games
1F162 - Hans im Glück
2A105 - Edition Erlkönig / Glumpler / Truant
2A132 - Perlsacktiere
2B145 - Corax Games
2C120 - Chessex Dice
2C144 - DDD Dausend Dode Drolle
2D109 - Modiphius
2D127 - moses.
2D128 - ADC Blackfire
2D129 - Flying Buffalo
2F109 - e-Raptor
2F125 - Deutsches Spielearchiv Nürnberg
2F138 - Spieleschmiede und Spieleoffensive
3A102 - Krimi total
3B112 - Kosmos
3C102 - Feuerland
3D110 - eggertspiele
3D120 - Hutter (Huch)
3E102 - Matagot
3E114 - Abacus
3E115 - Adlung
3H103 - Amigo Spiele
3L108 - 2F-Spiele
3M109 - Iello
3M110 - Pegasus
3N101 - SAZ Spieleautorenzunft
3P124 - Schwerkraft-Verlag
3Q102 - Indie Board & Cards
HALLE 6 wird intensivst besucht. INTENSIVST!
7B101 - Osprey Games
7B102 - Tasty Minstrel Games
7D121 - Ideenschmiede Paul & Paul
7H106 - The Dice Tower

... to be continued. Muss jetzt erstmal shoppen fahren. Urlaub ist echt anstrengend!

EDIT: Herrje. Ich merke gerade, dass die Liste für jeden außer mir denkbar unspannend ist. Egal! Da müsst ihr jetzt durch. Da scheint es angeraten, bei Gelegenheit zumindest noch je kurz zu erklären, was ich dort zu suchen habe.

[Rezension] Brave Rats - Duell der Ratten (Pegasus)

Alter Schwede, mein Rezistapel türmt sich höher und höher. Da beginne ich mal mit ein paar kleineren Spielen - in der irrigen Annahme, dass man die einfacher besprechen kann. Außerdem bin ich gerade im Urlaub, da "gehen" nur Zweispielerspiele, wenn es ein frischer Eindruck sein soll.

Okay, bei diesemMoped hier ist zumindest die Regelerklärung angenehm kurz.

Das Cover - (Co) Pegasus Spiele
Titel: Brave Rats
Verlag: Pegasus Spiele
Autor: Seiji Kanai
Illustrator: Noboru Sugiura, Christophe Swal
Preis: ca. 10-12 Euro

Alter: 8+
Spieler: 2
Dauer: 15 min
Genre: Microgame, Karten, Highlands
BGG-Ranking: 1657

Aufmachung
Karten. Dicke, fette Karten, wie man sie schon von anderen Pegasus-Kartenspielen kennt. Hier haben wir es mit zwei Achterdecks zu tun sowie zwei Zusammenfassungskarten. Die Zusammenfassungskarten sind klasse für den schnellen Überblick und die Anleitung ist kurz und schmerzlos, aber was soll man sich auch bei einem solchen Spiel toterklären. Bisher Daumen hoch.
Auch die Karten sind toll illustriert und bieten so manche Anspielung auf Highlander, Braveheart und andere Schotten-Clan-Epen. Beide Clans sind unterschiedlich illustriert und gewinnen so etwas an Profil - sehr schön. Für mich liegt hier das große Plus, denn so macht das Spielen einfach Spaß.
Die goldenen Holzkrönchen, die man sich nach einer gewonnenen Partie aufsetzen kann, sind schick, aber zum Spielen nicht zwingend notwendig.

Das Spiel
Das Spiel an sich ist mal wieder denkbar einfach - Jeder Spieler hat die 8 gleichen Karten (mit Werten von 0-7) auf der Hand und man spielt diese einzeln in Stichen nacheinander aus. Vom Grundsatz her hat die höherwertige Karte die Nase vorne und es gilt 4 Runden zu gewinnen. Feddich! So viel zu den Basics - dazu kommen noch die Fertigkeiten der einzelnen Karten, die Einfluss auf den Ausgang der einzelnen Stiche hat. Ihr wollt Beispiele für solche Fertigkeiten? Nun. So siegt der Prinz, der 7 Punkte wert ist, in jedem Stich, es sei denn er träfe auf die Prinzessin. Die ist zwar nur 1 maues Pünktchen wert, aber sie wickelt den Prinzen um den Finger und gewinnt den Stich. Der Zauberer hebt die Fähigkeit der anderen Karte auf oder der General erhöht den Wert der nächsten Karte um 2 Punkte.

Auch wichtig zu wissen ist, dass unentschiedene Stiche (druch gleich gespielte Karten oder Karten-Fertigkeiten) durch den nächsten Stich entschieden werden. Nach einer oder mehreren unentschiedenen Runden kassiert derjenige alle Stiche, der den ersten folgenden Stich für sich entscheidet. Ihr erinnert euch - bei 4 gewonnenen Stichen ist Schicht im Schacht, das kann also echt flott gehen.

Der erste Spieler der 3 Spiele gewonnen hat und drei gelbe Krönchen vor sich liegen hat, ist der Sieger.

Äh, das war's schon! ;-)

Fazit
Puh. Schwierig. Ein schönes kleines Spiel in toller Aufmachung, dass mich nicht so richtig heiß gemacht hat. Es macht tatsächlich Spaß, ist dann aber für meinen Geschmack doch eher Glückssache als geschickte Psychologie und Lesen des Gegners. Bis auf zwei oder drei Kombinationen, die man niemals niemals niemals spielen sollte, könnte ich meine Karten auch mischen und blind ausspielen und wäre genau so erfolgreich. Ich kenne viele, die die Ratten besser als so manchen Liebesbrief finden, aber ich habe mit allen Love Letter-Varianten einen Tacken mehr Spaß. Word.

Kurzfazit: Für mich hapert es an der Langzeitbegeisterung, kurzfristig machen eine oder zwei Partien wirklich Laune!

Hier könnt ihr euch ansehen wie Hunter & Cron ein Ründchen spielen. Die Jungs haben ordentlich Spaß.

Hier spielt der Brettspielblog eine Runde - auch hier wird BR dem älteren Love Letter vorgezogen, also kauft euch das Teil und urteilt selbst. Für 10 Öcken kann man da nicht viel verkehrt machen.

Bewertung
3 von 5 Highlander-Ratten

Achtung! Ich habe das Spiel zu Rezensionszwecken von Pegasus erhalten.

Sonntag, 8. Oktober 2017

[Die Szene] Deutschsprachige Spiele-Podcasts

Ihr habt vielleicht schon meine erste Linkliste auf der rechten Seite gesehen. Ich laufe viiiiiiel und höre dabei immer Podcasts. Ich nehme euch mal mit auf einen Streifzug durch die deutschsprachige Podcastlandschaft...

In alphabetischer Reihenfolge, nicht unbedingt nach Wichtigkeit oder Sympathie sortiert:

Zwei Kollegen - wenn auch nicht vom Brettergymnasium -, die mal ganz anders an das Thema Brettspiele herangehen. In normalen Folgen erklären sie zwar auch kurz die Regeln und den Ablauf von jeweils zwei Spielen, aber dann nehmen sie sich den realweltlichen Hintergrund der Spiele zur Brust und plaudern gut vorbereitet sehr ausführlich darüber. Dabei ist immer einer der beiden gut vorbereitet und kann dann dem anderen (und mit ihm dem Hörer) etwas auf den Zahn fühlen. Nicht immer ganz fair, aber immer unterhaltsam.
Dazwischen gibt es Interviewfolgen und andere Specials. Noch nicht sooo lange on air, aber schon absolut etabliert.
Anhörtipp: Folge mit u.a. Bernhard Hoecker zu den nominierten Spielen zum Spiel des Jahres 2016.

Recht jung mit "erst" zehn Folgen. So ein richtiges Konzept gibt es nicht. Eher ein Thema, zu dem dann wild erzählt wird. Aber ich mag "Laberpodcasts" und nach und nach kann man auch einzelne "Charaktere" heraushören.
Anhörtipp: Die Wahl des Jahres. Und damit ist nicht die gemeint, wo der Schulz so ordentlich eins hintendrauf bekommen hat.

Wohl die Dienststältesten hier mit der kürzlich erschienenen Folge 100 plus etlichen Zusatzfolgen über Kinderspiele, Interviews... Ach ja - und sie hatten in den letzten beiden Jahren jeweils den Gratisrollenspieltag in der Sendung. (Okay, das lass ich mir 84 Euro im Jahr kosten, aber das ist es wert...)
Aber völlig unabhängig davon sind die Folgen immer sehr amüsant, denn die drei Fragezeichen des Brettspiels sind sehr unterschiedliche Charaktere, die sich schön ergänzen. Sorry, ihr anderen, aber für mich sind die Bretterwisser DER Spiel-Podcast derzeit.
Anhörtipp: Soloabenteuerspielbücher mit meinem alten Buddy und Spielbuch-Ikone Swen "Play" Harder!

Von Machern für Macher - also besonders für Entwickler und an Theorie interessierte Spieler. Aber auch für Otto-Normalspieler absolut hörenswert. Noch nicht so lange am Start, aber hoffentlich mit ordentlich Sitzfleisch.
LEIDER bieten sie ihre Casts nie als Direktdownload an. Das wäre für mich ein deutliches Plus...
Anhörtipp: Was können Spieleautoren von Magic the Brathering lernen? Mmmmmmhhhhh... Brathering!

Brettspielradio
Für meine Joggingzwecke nicht ganz ideal, aber ansonsten "mal was völlig anderes". Hier gibt es kurze Fünf-Minuten-Beiträge und Interviews aus der Szene.
Anhörtipp: Interview mit meinem Buddy Peter Berneiser von Pegasus. Kurz und schmerzlos, aber interessant.

Hier wird sich immer ein Spiel vorgenommen und dann in mittelgroßer bis großer Besetzung darauf herumgehackt. Okay, ich meine "es wird besprochen". Etwas chaotisch, manchmal ganz und gar anderer Ansicht als ich, aber ich höre die Truppe immer gerne. Überrascht mich selber, aber ich freue mich echt immer, wenn wieder eine neue Folge erscheint.
Anhörtipp: Die blutige Herberge - mal so ne typische Folge, wo ich mal sowas von anderer Ansicht bin...

Der erste Brettspielpodcast, der mir "damals" auf meiner Suche begegnete. Kurze Spiele-Rezensionen mit Bewertung. Wie meine eigenen Rezensionen meist sehr gnädig, aber immer interessant und man kann gut herauslesen, ob das Spiel etwas für einen ist. Auch schön, dass sie (wohl aus persönlichem Interesse heraus) immer mehr in Richtung Kinderspiele tendieren.
Anhörtipp: Scheißegal! Hört einfach rein, verdammte Axt!

So ziemlich der neueste Zugang auf meiner Podcast-Liste. Und seien wir ehrlich ein denkbar dämlicher Name. ;-) (Aber da sollte ich mich als Direktor des Brettergymnasiums nicht zu weit aus dem Fenster lehnen.)
Auch hier treffen sich interessierte Spieler und schwadronieren was das Zeug hält. Immer gut hörbar, und ich hab schon den manchen Spieletipp mitgenommen.
Anhörtipp: Die gerade aktuelle Folge - Die zweiten Top Twenty. Ich habe ja immer ein Herz für Ranglisten. Die sortieren das Leben so schön.


Spezialgelagerte Sonderfälle:

Leider schon wieder "außer Betrieb", aber immerhin gibt es ein paar nette Folgen, die man sich wirklich gut anhören kann. Thematisch breit gestreut, aber mit viel "Insight", da aus der Industrie stammend.

Die Jungs haben zwei Granatenthemen gekoppelt. Brettspiele und Hörspiele, vor allem die drei Fragezeichen. Leider nicht mehr aktiv, aber ihr findet viele wirklich unterhaltsame Folgen mit zwei Jungs, die gerade bei schlechten Spielen ihre Kritik nicht gerade in Watte hüllen. Wirklich, wirklich schade, dass hier nix mehr läuft, aber die beiden Schlawiner haben sich jetzt irgendwie bei den Brettagogen eingeschleimt und sind da ab und an zu hören. Astrein. Gut, dass sie der Spielewelt nicht verloren gegangen sind. (Auch wenn sie mein Angebot auf ihrem Blog mal für sie Private Eye zu leiten nie angenommen haben...)

Täglicher Podcast, der sich vor allem mit Videospielen befasst - aber ab und an gibt es auch mal etwas zu Brettspielen. Gerade dann immer ein Quell großer Freude.